Block
Kunstwerke lernt man nicht kennen, wenn sie fertig sind;
Man muß sie im Entstehen aufhaschen,
um sie einigermaßen zu begreifen.
Goethe.

UNSERE VERANSTALTUNGSREIHE WÄHREND DER FESTSPIELZEIT

Der WAGNER Salon im Wolffenzacher

AUG
15
Richard Laing „Richard Wagner in London“

Richard Laing „Richard Wagner in London“

WAGNER Salon im Wolffenzacher
15.08.2026, 10.00 – 11.30h, ENGLISH

#COUNTDOWN1876

Heute vor 150 Jahren

Der Weg zu den ersten Bayreuther Festspielen in Tagebucheinträgen und Briefen.

Am 13. August 1876 finden die ersten Bayreuther Festspiele statt. Der Weg dorthin ist steinig, denn es hagelt geradezu Rückschläge. Cosima und Richard bauen ein Theater, ein Wohnhaus, beschaffen Geld und erziehen 5 Kinder. Beide führen eine umfangreiche Korrespondenz und Cosima schreibt nahezu täglich Tagebucheinträge…

Montag, den 14. August. (14. August 1876)

Tagebuch von Richard Fricke
Zwei höchst interessante Tage sind zu verzeichnen. Welch eine Menge von Menschen im Festkleid sich schon Sonnabend von Mittag an durch die Straßen bewegte. Ich zog nicht, wie es bei Feustel vorher bestimmt war, das Festeskleid an, um am Bahnhof Spalier mitzumachen, warf mich vielmehr in das Volksgewühl und sah unsern geliebten Wilhelm in ewiger […]

Montag 14ten (14. August 1876)

Cosima Wagner Tagebücher
Walküre, diesmal ohne Not; außer einem Zwischenfall, welcher R. sehr erschreckt. Er wird vom Kaiser berufen, dieser rühmt alles sehr, sagt scherzend, wenn er Musiker gewesen, hätte ihn R. nicht dahinein bekommen (in das Orchester), bedauert, nicht länger als die zwei Aufführungen bleiben zu können, worauf R. erwidert: Die Gnade ist nicht an Zeit und […]

13ten August (13. August 1876)

Cosima Wagner Tagebücher
Sonntag erste Rheingold-Aufführung mit vollständigem Unstern, Betz verliert den Ring, läuft zweimal in die Kulissen während des Fluches, ein Arbeiter zieht den Prospekt zu früh bei der ersten Verwandlung heraus und man sieht die Leute in Hemdärmeln da stehn und die Hinterwand des Theaters, alle Sänger befangen etc. etc. – Jeder kehrt seinerseits heim, R. […]

10. August. (10. August 1876)

Tagebuch von Richard Fricke
Heute war Ruhelag, ich schlief sehr lange und fuhr dann mit Kollegen nach Berneck. Obgleich ein heißer Tag, kletterten wir auf den Bergen und Ruinen Bernecks herum und soupierten dann wie die Schlaraffen, Suppe, Krebse, Forellen und Entenbraten.

9. August. (9. August 1876)

Tagebuch von Richard Fricke
Letzte Probe, Götterdämmerung. Mit Hängen und Würgen, wie man zu sagen pflegt, und für mich unter Schweiß und Angst, ging die Probe von 5—11 ¼ Uhr zu Ende. — Die Schlußscene ging erbärmlich und wird womöglich Fiasko machen, wenn Brandt nicht alle Minen springen läßt und ihm nicht günstige Zufälle helfen. Ich habe große Sorge, […]

7. August.

Tagebuch von Richard Fricke
Um 10 ½ Uhr begab ich mich zu Wagner. Er empfing mich äußerst erregt, aber freudig bewegt. Wir gingen ins Eßzimmer, tranken ein Glas Wein. Er sah mich an, trommelte mit den fingern gegen seine Stirn. — Was ging dem Meister alles durch den Kopf? Er fand sich allmählich wieder. Ich mußte mit ihm zur Stadt […]

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